Formel verstehen
- Kernloch zum GewindeschneidenDK ≈ d − P
- Bohrungsüberhang nach DIN 76 (Faustwert): Regelfall, kurze ≈ 5 · P bzw. 3 · P
- Zylindrische BohrtiefetB = tG + e
- Mit Bohrerspitze 118°tSp = tB + 0,3 · dBohrer
d ist der Nenndurchmesser (M8 → 8 mm), P die Teilung (beim eingängigen Gewinde gleich der Steigung). Die Faustformel d − P gilt fürs Gewindeschneiden bei metrischem ISO-Gewinde. Die übliche Bohrergröße ist die nächste gängige Stufe – bei M8 zum Beispiel 6,8 mm statt 6,75 mm.
Woher kommt 0,3 · d?
Ein Spiralbohrer mit 118° Spitzenwinkel hat eine Spitze von (d/2) / tan 59° ≈ 0,30 · d Höhe. Setzt du die Tiefe ab dem ersten Kontakt der Spitze, muss der Bohrer um diese Höhe weiter, damit der zylindrische Teil die Tiefe tB erreicht. In Zeichnungen wird die Bohrtiefe ohne Spitze bemaßt.
Lernmodell: Bohrungsüberhang nach DIN 76 (Regelfall etwa 5 · P, kurz etwa 3 · P) und Spitze 0,3 · d sind Richtwerte. Werkzeugangaben des Gewindebohrers gehen vor.