Qualität · Vertiefung

Prüfplan
klar und praxisnah.

Ein Prüfplan legt fest, welches Merkmal wann, womit, wie und wie oft geprüft wird.

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▤ Prüfplan

Kurz erklärt

Ein Prüfplan legt fest, welches Merkmal wann, womit, wie und wie oft geprüft wird.

Ein Prüfplan legt nachvollziehbar fest, welches Merkmal wann, womit, wie oft und nach welcher Regel geprüft wird. Dadurch prüfen verschiedene Personen nach demselben Standard.

Wofür brauche ich das?Damit wichtige Merkmale nicht vergessen und Ergebnisse vergleichbar werden.
PraxisbeispielDer Plan fordert Durchmesserprüfung alle 50 Teile mit einem festgelegten Messmittel.
Typischer FehlerPrüfhäufigkeit, Messstelle oder Reaktion bei NIO nicht eindeutig festzulegen.

Mehr Details

Zu einem guten Prüfplan gehören Merkmal, Soll/Toleranz, Methode, Prüfmittel, Stichprobe, Zeitpunkt, Dokumentation und Reaktionsplan.

  • Merkmal und Zeichnungsbezug eindeutig angeben.
  • Prüfmittel, Prüfmethode, Häufigkeit und Stichprobe definieren.
  • Reaktionsplan für NIO-Ergebnisse oder Trends festlegen.
Mini-Beispiel & Fachbegriffe

Mini-Beispiel: Der Prüfplan fordert beim Schichtstart fünf Teile, danach stündlich ein Teil. Bei NIO wird die Maschine gestoppt, Bestand gesperrt und die Ursache geprüft.

  • Prüfplan: Dokument mit festgelegten Prüfmerkmalen, Methoden und Häufigkeiten.
  • Prüfmerkmal: Eigenschaft, die bewertet oder gemessen wird.
  • Prüfhäufigkeit: Festgelegter zeitlicher oder mengenbezogener Abstand zwischen Prüfungen.
  • Stichprobe: Ausgewählte Teilmenge zur Beurteilung einer größeren Menge.
  • Reaktionsplan: Vorgegebene Maßnahmen bei Abweichungen.
  • Prüfanweisung: Detaillierte Beschreibung der Durchführung einer Prüfung.
Vertiefung & Praxis

Ein Prüfplan legt fest, was, womit, wann, wie oft, an welcher Stelle und nach welcher Vorgabe geprüft wird. Er verbindet Zeichnungsmerkmale mit einem reproduzierbaren Prüfablauf. Außerdem regelt er Dokumentation und Reaktion bei Abweichungen.

Prüfhäufigkeit richtet sich nach Risiko, Prozessstabilität, Stückzahl und Vorgaben. Eine Stichprobe spart Aufwand, kann aber Fehler übersehen; eine 100-Prozent-Prüfung beseitigt nicht automatisch deren Ursache. Änderungen am Prozess müssen im Prüfplan berücksichtigt werden.

Schritt für Schritt
  1. Prüfmerkmale, Grenzwerte und Priorität aus Unterlagen übernehmen.
  2. Passendes Prüfmittel und genaue Messmethode festlegen.
  3. Zeitpunkt, Häufigkeit, Stichprobe und Verantwortlichkeit bestimmen.
  4. Reaktionsplan und Dokumentationsfeld eindeutig ergänzen.
Lerncheck

Prüfe dich selbst, bevor du zum nächsten Thema wechselst:

  • Erkläre den Zweck des Themas in eigenen Worten.
  • Nenne die wichtigsten Bezugsgrößen, Einstellungen oder Merkmale.
  • Beschreibe einen sicheren und nachvollziehbaren Prüfweg.
  • Ordne einen typischen Fehler einer möglichen Ursache zu.
Frage, Antwort & Zusatzbegriffe

Kontrollfrage: Was gehört zu einem vollständigen Prüfmerkmal im Prüfplan?

Antwort: Merkmalsbezeichnung, Soll- und Grenzwerte, Prüfmittel, Methode, Prüfort oder -zeitpunkt, Häufigkeit und vorgesehene Reaktion bei Abweichung.

  • Prüfmerkmal: Im Prüfplan festgelegte zu bewertende Eigenschaft.
  • Prüfhäufigkeit: Festgelegter zeitlicher oder mengenbezogener Abstand zwischen Prüfungen.
  • Stichprobe: Ausgewählter Teil einer Gesamtmenge für eine Prüfung.
  • Reaktionsplan: Vorgegebene Maßnahmen bei Abweichungen.